Im Mai 2006 wurde die Denkfabrik Umweltsystemwissenschaften ins Leben gerufen!
Die Idee
In drei Diskussionsrunden zu etwa 2,5 Stunden setzen sich etwa zehn Mitglieder des AbsolventInnenvereins Umweltsystemwissenschaften mit einem alltagsrelevanten Thema auseinander. Die Diskussionsergebnisse werden in einem Positionspapier zusammengefasst, wodurch die Diskutierenden einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag leisten. Die Denkfabrik fördert den interdisziplinären Dialog der AbsolventInnen der Umweltsystemwissenschaften. Es wird Fachwissen aus unterschiedlichen Berufsbereichen weitergegeben und dadurch voneinander gelernt. Wenn möglich, sollen für die einzelnen Denkfabriken Kooperationspartner und Financiers gefunden werden.(Joachim Ninaus)Die Umsetzung 1
Von Mai bis Juli 2006 fand im Pfarrsaal der Stadtpfarre Graz, Herrengasse 23, die erste "Denkfabrik Umweltsystemwissenschaften" statt! Als Moderator und Organisator vor Ort stand uns Arnold Burtscher (USW-VWL) zur Seite. Christian Lapp (USW-BWL) gab eine kleine Einführung in Systemisches Denken und Franz Prettenthaler (USW-VWL) führte uns fachlich in das Thema ein. Die erste Denkfabrik Umweltsystemwissenschaften erreichte ihr Ziel. Die Bearbeitung des spannenden Themas „NACHHALTIGE TECHNOLOGIEN STEIERMARK 2030“ förderte den interdisziplinären Dialog der Mitglieder des AbsolventInnenvereins. Zwölf USW-AbsolventInnen trafen sich zwischen Mai und Juli 2006 in mehrmaligen Diskussionsrunden, um ein Szenario zu entwickeln, in dem die Großregion Graz/Maribor als Weltmarktführer in Nachhaltigkeitstechnologien im Jahr 2030 dargestellt wird. Das Thema war eingebettet in einem Zukunftsfonds-Projekt ("LebMur"), das am Joanneum Research Graz am Institut für Technologie- und Regionalpolitik - Intereg durchgeführt wird. Das Ergebnispapier wurde exklusiv dafür erarbeitet.Die Umsetzung 2
Die zweite Denkfabrik setzte sich mit dem Thema „INTELLIGENTE VERKEHRSLÖSUNGEN FÜR DEN GROSSRAUM GRAZ“ auseinander und fand im Zeitraum November 2008 bis Jänner 2009 statt. Organisator war wieder Joachim Ninaus (USW-Geo), die Moderation übernahm diesmal Michaela Ziegler (USW-Geo). Ein einführendes Impulsreferat von Peter Novy (Mobilitätsmanagement und –beratung) stand am Beginn dieser Denkfabrik. Das aus der Diskussion entstandene Positionspapier wird dem Auftraggeber, der FA 18A der Stmk. Landesregierung übergeben.Die Maßnahmenvorschläge wurden in fünf Bereiche gegliedert. Die Unterteilung erfolgte zunächst nach Verkehrsmitteln des Personenverkehrs (Öffentlicher Verkehr, Fußgänger / Radverkehr, motorisierter Individualverkehr) und weiters nach Ansatzpunkten zur Attraktivierung der unterschiedlichen Verkehrsmittel (Komfort, Flexibilität, Nutzerfreundlichkeit, Kombinierbarkeit, Preisgestaltung) und zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung in Richtung klimafreundlicher und effizienter Mobilität. Weiters wurden drei aus ökologischer und technischer Sicht etwas ungewöhnliche Vorschläge der Kategorie „Zum Schmunzeln“ zugeordnet.
Bei der Umsetzung der vorliegenden Maßnahmenvorschläge ist besonders auf die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zu achten. Erst wenn wesentliche Barrieren beseitigt und positive Rückmeldungen vorhanden sind, kann ein Umweltverhalten (z. B. Umstieg auf ÖV) gefestigt werden. Einige der angeführten Ideen erfordern sicherlich etwas Mut bei der Umsetzung, doch ist weites Vorausdenken gerade in Zeiten der Rezession sehr wichtig. Die Bereiche Verkehr und Klimaschutz werden im Moment von Seiten der Politik und der Bevölkerung als Handlungsfelder wahrgenommen (Feinstaubdebatte, Erreichen der Klimaschutzziele), sodass ungewöhnliche Ideen durchaus Chancen auf Erfolg haben! (Michaela Ziegler)







Umweltsystemwissenschaften
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