Die Fachliteratur schmälert des Studierenden Geldbeutel ganz besonders. Während „schöngeistige“ Literatur schon für einstellige Euro-Beträge über die Ladentheke wandert, sprengen Fachbücher manchmal die 100-Euro-Marke.
Dank Buchpreisbindung nützt auch die ausgeklügelste Preissuchmaschine im Internet nichts. Dennoch lässt sich via Internet Geld für Bücher sparen...
„Do you speak english?“
Ist man des Englischen so weit mächtig, dass man Fachaufsätze versteht, empfiehlt sich bei angelsächsischer Literatur auf die Originalausgabe zurückzugreifen. Übersetzungen sind teuer und außerdem unterliegen englische Bücher nicht der Buchpreisbindung. Als Anlaufquelle kann der Buchhändler des Vertrauens gelten oder amazon.de, die neben dem Shop für deutsche Bücher einen eigenen für englische betreiben.
amazon.de
Nicht nur Neuware findet sich bei amazon.de, die Website ermöglicht auch Händlern und Privatpersonen gebrauchte Artikel zu vertreiben. Unter „In den Warenkorb“-Link findet sich eine Auflistung aller Angebote zu dem entsprechenden Artikel.
Die Bezahlung der Lieferung erfolgt bequem und sicher über „amazon.de Payments“, mit dehnen auch sonst die normalen Bestellungen bei amazon.de abgewickelt werden. Die Seriosität ist im Allgemeinen höher als bei ebay, dennoch gilt, die Versandkosten und Bewertungen einzelnen Händler im Auge zu behalten. (www.amazon.de)
ebay
Der größte „Internet-Flohmarkt“ bietet auch eine unerschöpfliche Quelle für Bücher aller Art. Unter der Angebotsfülle leidet leider, anders als bei amazon.de, die Übersichtlichkeit (Eine Suche nach einem Buch mit dem simplen Titel „Biologie“ kann einem zur Verzweiflung treiben). Eine Kooperation mit dem Internet-Buchhändler libri.de sorgt seit kurzem dafür, dass ISBN-Nummer und die nötigsten Angaben wenigsten bei den meisten Angeboten ersichtlich sind. Auch das Mitbieten und Warten auf den Zuschlag ist nicht jedermanns Sache.
Immer wieder ist in Verbraucherforen von schwarzen Schafen bei ebay die Rede. Wichtig ist daher, zu überprüfen, ob der gewünschte Händler das nötige Vertrauen für eine Vorab-Überweisung bietet. (www.ebay.de)
Terrashop
Manche Internet-Händler spezialisieren sich auf den Vertrieb von „Mängelexemplaren“. Mängelexemlare müssen nicht unbedingt einen Fehler aufweisen, oft werden frühere Auflagen bei Erscheinen einer neuen Ausgabe durch einen außenseitigen, senkrechten Strich zu Mägelexemlaren abgewertet.
Terrashop ist eine Anlaufstelle wenn man vorrangig auf der Suche nach günstiger EDV-Literatur ist. Durch den oft raschen Versionswechsel in der Softwareindustrie werden oft nicht einmal ein Jahr alte Fachbücher abgewertet. Der Unterschied hält sich pro Versionssprung in Grenzen, sodass der beschriebene Inhalt für die „Version 2003“ durchaus auch für die „Version 2005“ gelten kann.
Einige Mängelexemplar-Händler bieten ihre Produkte neben ihrem Webshop parallel auch bei ebay & Co an. Der Weg über den Händler-Webshop ist jedoch in der Regel der Vorteilhaftere, da hier die Produkte besser präsentiert werden und bei größeren Bestellungen ein Versandkostennachlass gewährt wird. Schlägt eine Lieferung fehl, so hat man direkten Zugriff auf die Händlerdaten. (www.terrashop.info)
booklooker
Neben spezialisierten Online-Shops gibt es auch Portale, die Händler und Privatpersonen bündeln, die gebrauchte Bücher feilbieten. Ein solches Portal ist booklooker.de. Der Unterschied zu ebay besteht in der Spezialisierung auf Bücher & Medien und einer dennoch großen Angebotsvielfalt. Ein Forum mit reger Community hilft bei Fragen die bei Erstbestellern auftreten können und gibt Tipps, wenn man selber als Händler aktiv werden will. (www.booklooker.de)
Buchticket
Wenn man überhaupt kein Geld für Bücher ausgeben möchte und ein breitgestreutes Interessensgebiet hat, kann man auch bei einer „Büchertauschbörse“ mitmachen. Das Prinzip: Man stellt eigene Bücher per Registrierung anderen zur Verfügung und erhält im Gegenzug Punkte, mit dehnen man ein Buch von anderen anfordern kann. Je mehr Bücher zur Verfügung gestellt werden, desto mehr Punkte stehen einem zur Verfügung.
Buchticket bietet eine solche Online-Tauschbörse. Die Teilnahme und das Tauschen sind kostenlos. Eine Forum und FAQs helfen beim Einstieg. Fachbücher sind eher mager vertreten, aber wer will schon immer Fachliteratur lesen? (www.buchticket.de)
Fazit
Nicht immer findet man das gewünschte Fachbuch auch preisreduziert im Internet. Das Angebot besteht aus dem, was andere nicht mehr benötigen. Um die zahlreichen – auch nichterwähnten – Shops nach einem gewünschten Buch abzusuchen, gibt es einen Trick: Unter http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial:ISBN-Suche offeriert Wikipedia eine Suchfunktion für ISBN-Nummern. Die Ergebnisliste präsentiert eine Auflistung von Online-Bibliotheken und Buch-Shops, auf deren Website man dann eine ISBN-Suche per Mausklick ausführen kann. Wer zum gewünschten Buch keine Nummer hat, dem hilft eine Suche bei amazon.de um zur Information zu gelangen.
Für alle Internet-Offerte gilt: Aufmerksam lesen und zwielichte Angebote meiden! Manchmal entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen nur als Begleit-CD-Rom zum Buch… Auch die Versandkosten ruinieren manch vermeintlich günstiges Angebot. Wenn das Buch 5,-- Euro günstiger als im Laden um die Ecke ist, die Versandkosten nach Österreich jedoch 7,-- Euro betragen, bleibt mein Buchhändler weiterhin erster Ansprechpartner.
Alle genannten Internet-Seiten (außer Terrashop) ermöglichen auch selber Bücher anzubieten. Wessen Bücherregale sich also schon durchbiegen – und dem eine Trennung davon nicht zu schmerzhaft erscheint – der kann sich so ein paar Euro dazuverdienen.






Umweltsystemwissenschaften
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