Die „Kybernetik“ wurzelt in der griechischen Bezeichnung des Steuermanns „kybernetes“. Im Lateinischen wurde daraus gubernare, im Englischen governor. Die Lenkung eines Schiffes, eines Staates oder einer Armee lassen sich zumindest unter einem einheitlichen Gesichtspunkt zusammenfassen, wenn die Orientierung an einem Ziel oder einem Zweck vorhanden ist. (arbeitsblaetter.stangl-taller.at)
Das verbindende Konzept ist dabei der Begriff der „Navigation“, die dazu dient, ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. (http://de.wikipedia.org)
Forscher, die sich mit der Kybernetik beschäftigten
Bahnbrechende Grundlagen für das neue wissenschaftliche Gebiet der Kybernetik legten vor allem:Norbert Wiener, http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Wiener
Norbert Wiener wurde 1894 in Columbia, Missouri geboren und starb 1964 in Stockholm. Er war ein amerikanischer Mathematiker und gilt als Begründer der Kybernetik.
1984 veröffentlichte er sein Werk „Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine.
Warren Weaver, http://de.wikipedia.org/wiki/Warren_Weaver
Warren Weaver wurde 1894 in Reedsburg, Wisconsin geboren und starb 1978 in New Milford, Connecticut. Er war ein amerikanischer Mathematiker und gilt als Vater der maschinellen Übersetzung. Weaver war zusammen mit Claude Shannon Begründer der Informationstheorie.
Heinz von Foerster, http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_von_Foerster
Heinz von Foerster wurde 1911 als Heinz von Förster in Wien geboren und starb 2002 in Pescadero, Kalifornien. Er war österreichischer Physiker und gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft. Philosophisch ist er dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen.
Warren McCulloch, http://de.wikipedia.org/wiki/Warren_McCulloch
Warren McCulloch wurde 1899 als Warren Sturgis McCulloch in Orange, New Jersey geboren und starb 1969 in Cambridge, Massachusetts. Er war amerikanischer Neurophysiologe und Kybernetiker. Er wurde berühmt durch seine Arbeiten mit Dusser de Barenne (Yale) und später mit Walter Pitt (Illionois), welche verschiedene Theorien über das menschliche Gehirn aufstellten.
Claude Shannon, http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Elwood_Shannon
Claude Shannon wurde 1916 in Petoskey, Michigan als Claude Elwood Shannon geboren und starb 2001 in Medford, Massachusetts. Er war amerikanischer Mathematiker und gilt zusammen mit Weaver als Begründer der Informationstheorie.
John von Neumann, http://de.wikipedia.org/wiki/John_von_Neumann
John von Neumann wurde 1903 als margittai Neumann János Lajos in Budapest geboren und starb 1957 in Washington, DC. Er war Mathematiker deutsch-ungarischer Herkunft. Neben seinen herausragenden Leistungen in der Mathematik und Computer-Architektur hat John von Neumann wichtige Beiträge zur Physik (Quantenmechanik), zur Meteorologie (Strömungsdynamik) und zu den Wirtschaftswissenschaften (Spieltheorie) geliefert.
William Ross Ashby, http://de.wikipedia.org/wiki/William_Ross_Ashby
William Ross Ashby wurde 1903 in London geboren und starb 1972. Er war britischer Psychiater und Pionier in dem Studium komplexer Systeme. Ashby leistete Grundlagenarbeiten zu Steuerung und Organisation komplexer Systeme und formulierte das Konzept des Homöostaten, das Gesetz der erforderlichen Varietät, das Prinzip der Selbstorganisation und das Gesetz der Regulationsmodelle. 1956 veröffentlichte er sein Werk „Introduction to Cybernetics".
Gregory Bateson, http://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Bateson
Gregory Bateson wurde 1904 in Grantchester geboren und starb 1980 in San Francisco. Er war angloamerikanischer Anthropologe, Biologe, Sozialwissenschaftlicher, Kybernetiker und Philosoph.
Walter Pitts (Theorie der neuronalen Netze), http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Pitts
Walter Pitts wurde 1923 geboren und starb 1969. Er war amerikanischer Logiker, der auf dem Gebiet der kognitiven Psychologie arbeitete.
Gefördert wurden diese Pioniere von der Josiah Macy Foundation, unter dessen Schirmherrschaft die MACY-CONFERENCES stattfanden. Darunter werden zehn interdisziplinäre Konferenzen bezeichnet, die zwischen 1946 und 1953 in den USA stattfanden. Ziel der Konferenzen war, eine Wissenschaft zu entwickeln, die Vorhersage und Kontrolle von Verhalten möglich macht. Aus den interdisziplinären und heute legendären „Macy Konferenzen“ ging das Fachgebiet der „Kybernetik“ hervor.
1948 schrieb NORBERT WIENER sein Buch „Cybernetics“ und gilt somit als Begründer der Kybernetik.
Heute behandelt man die Themen der Kybernetik weiter differenziert in der Systemtheorie. Im technischen Bereich unter der Bezeichnung „Regelungstechnik“ sowie in den Geisteswissenschaften unter der Bezeichnung „Systemik“.
Institute, welche sich mit Kybernetik beschäftigen
Cwarel Isaf Institute, http://www.managementkybernetik.com/index1.htmlDas Cwarel Institute wurde 2000 von Fredmund Malik und Stafford Beer in Wales gegründet. In der systemorientierten Mangementtheorie gilt die Kybernetik als wichtigste wissenschaftliche Grundlage, insbesondere bei Stafford Beer, dem Begründer der Management-Kybernetik und Hans Ulrich, dem Begründer der St. Galler Systemorientierten Managementlehre. Federführender Autor auf diesem Gebiet ist heute Fredmund Malik. (2)
Österreichische Studiengesellschaft für Kybernetik, http://www.osgk.ac.at/
Die Österreichische Studiengesellschaft für Kybernetik, auch ÖSGK genannt, wurde 1969 in Wien gegründet. Das Ziel ist die Erarbeitung der theoretischen Hintergründe der Kybernetik, die Untersuchung der Einbindung der Kybernetik in ökonomische und soziale Problemstellungen, in die Naturwissenschaften und in den technischen Bereich, speziell die Datenverarbeitung betreffend. Journale: “Cybernetics and Systems” und “Applied Artificial Intelligence”
The Cybernetics Society, http://www.cybsoc.org/index.htm
Die Cybernetics Society wurde 1968 im King’s College in London gegründet. Es werden Konferenzen und Sitzungen abgehalten und Veranstaltungen organisiert, um so das allgemeine Verständnis der Wissenschaft der Kybernetik und die damit verbunden Disziplinen zu verbreiten.
Deutsche Gesellschaft für Kybernetik, http://www.gesellschaft-fuer-kybernetik.org/#gfk
Die Deutsche Gesellschaft für Kybernetik, auch GfK genannt, wurde am 26. Mai 1963 von Dr. Helmar Frank in Berlin gegründet. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Kommunikationskybernetik, insbesondere der kybernetischen Pädagogik im Bereich der Informationspsychologie, der systematischen Entwicklung von Lehralgorithmen, den rechnerunterstützten Unterricht und der Organisationskybernetik. Weiters beteiligt sich die Gesellschaft bei der Ausrichtung von wissenschaftlichen Symposien.
Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik, http://www.gws-kybernetik.org/gws_ges.htm
Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik, auch GWS genannt, wurde 1968, unter Mitwirkung des damaligen Vorstandsvorsitzenden der Fa. Thyssen Röhrenwerke AG, Dr. Ernst-Wolf Mommsen, unter der Schirmherrschaft des Rationalisierungskuratoriums der Deutschen Wirtschaft (RKW) gegründet. Das Ziel der Gesellschaft ist, in der GWS Spitzenmanager und Wissenschaftler, die an der Erörterung und Fortentwicklung wirtschafts-kybernetischer Problemstellungen interessiert sind, zusammenzuführen. Dies geschieht durch die Abhaltung von Round-Table-Gesprächen, Fachvorträgen und Symposien.
American Society for Cybernetics, http://www.asc-cybernetics.org/index.htm
Die American Society for Cybernetics, auch ASC genannt, wurde 1964 in Washington gegründet. Der erste gewählt Präsident war Warren McCulloch, welche auch die Macy-Conferencen organisierte. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit zielgerichteten Systemen und der Kybernetik in der Konfliktlösung, Ökologie und der Kommunikation und Kotrolle in sozialen Prozessen.
The Research Committee 51 on Sociocybernetics, http://www.unizar.es/sociocybernetics/
The Research Committee 51 on Sociocybernetics, auch RC 51 genannt, wurde 1980 von Francisco Parra-Luna gegründet. Dabei handelt es sich um eine der mehr als 50 Forschungskomittees der International Sociological Association (ISA), welche sich mit der Systemwissenschaft in der Soziologie und anderen sozialen Disziplinen beschäftigt. Das Research Committee 51 veröffentlicht zwei Mal jährlich das „Journal of Sociocybernetics“.






Umweltsystemwissenschaften
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