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Die Q-Methode

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Wenn du nicht mehr weiter weißt, mach eine Umfrage! Oftmals ist das aber ein holpriger Weg während die eigentliche Frage auf der Strecke bleibt. So bleiben Umfrageergebnisse auch gerne bei schwammigen „no-na-net Aussagen“. Ein möglicher Ausweg ist die Q-Methode die mit verhältnismäßig geringem Aufwand auswertbare und stichhaltige Aussagen zulässt. Im Vergleich zu konventionellen Umfragen / Befragungen bietet sie viele Vorteile, wenn sie auch nicht alle Probleme zu lösen vermag.

Wozu Q?
Allzu oft werden im Universitätsalltag Fragestellungen aufgeworfen die hochkomplex und schwer aufzulösen sind. Um einen Einstieg ins Thema zu schaffen heißt es dann oft „Machen wir doch eine Umfrage“. So enden die Studierenden in der misslichen Lage, Fragebögen zu fabrizieren ohne über das Thema wirklich Bescheid zu wissen  – und erst recht nicht von der Kunst Fragebögen zu erstellen. Das Resultat sind dann oft schwammige Aussagen die nicht im Geringsten belastbar sind und eigentlich auch nicht wirklich weiter helfen.

Die Q-Methode
Diese Methode bietet hier tatsächlich einen gangbaren Ausweg. Geeignet ist sie für Fragestellungen, bei denen die verschiedenen Ansätze und Meinungen, die zu einem Thema vorherrschen, erarbeitet werden sollen. Nehmen wir das Beispiel eines Staudammprojekts bei dem es Pro und Contra-Gruppen gibt. Die Q-Methode ermöglicht es die unterschiedlichen Motivations- oder Meinungsmuster zu erkennen. So wäre denkbar, dass es eine Gruppe gibt, die sich um die Wohnqualität sorgt, eine bei der ökonomische Aspekte vorherrschen, eine andere mit starken ökologischen Motiven und wieder andere, die kein Problem mit dem Staudamm haben aber mit dem Verkehr den die Baustelle über Jahre verursachen würde.

Pro und Contra
Die großen Vorteile der Q-Methode sind einerseits die klar quantifizierbaren Ergebnisse die sich über eine Korrelationskoeffizientenanalyse ergeben. Andererseits werden auch Meinungsbilder erfasst, die bei der Erstellung der Umfrage noch unbekannt waren. Das sind aber gleichzeitig auch die großen Schwierigkeiten im Umgang. Eindeutige Zahlen stehen schnell am Papier wobei erst beim zweiten Blick klar wird, woher sie kommen. Der Auswahl der Stichprobe kommt daher eine ganz besondere Bedeutung zu.
Bei der Anwendung dieser Methode wurde diese aber als sehr angenehm wahrgenommen. Weiters entfällt eine nachträgliche Kategorisierung oder Zuordnung von Faktoren zu den Aussagen aus Interviews was einen großen Vorteil darstellt.

Vorgehensweise
Den TeilnehmerInnen werden Statements vorgelegt die vorher erarbeitet wurden. Diese sind in einer Matrix von „ich stimme zu“ bis „ich stimme nicht zu“ zuzuordnen. Die Verteilung der nummerierten Statements wird notiert und die so entstandenen Q-Sorts mit einer Software ausgewertet. Dabei werden über eine Faktorenanalyse Gruppen gebildet die vorherrschende Meinungsbilder repräsentieren. Davon ausgehend erfolgt die Interpretation der Ergebnisse.

Weiterführende Links

Using Q Method to Reveal Social Perspectives in Environmental Research
Ein Paper von Thomas Webler, Stentor Danielson und Seth Tuler die eine hervorragende und vor allem praxisnahe Einführung in die Q-Method verfasst haben.

The Q-Method Page - PQMethod
Allgemeine Informationen zur Q-Method und Downloadmöglichkeit für das Auswertungsprogramm PQMethod

Q-Methodology - A Sneak Preview

Q-Methodology

FlashQ (Webbasierte Q-Methode)

Q-Methodology Page

Autor:

Andreas Kreuzeder
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