Zwei Monate bin ich umgeben von nichts als Wasser. Denn so lange wird die Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff und Eisbrecher "Polarstern" von Punta Arenas bis Wellington dauern. Schön langsam wird mir bewusst, dass der Großteil der Erde aus Wasser besteht. Der überwiegende Großteil.
Der alles in jeder Dimension übertreffende famose Ozean. So hätten es die alten Entdecker wohl beschrieben. Aber diese Zeiten sind vorbei; so möchte man meinen. Auch heute noch gibt es einges so entdecken im pazifischen Südozean. So haben wir erst gestern einen Seamount vermessen der sich von 5000 Meter bis 500 Meter unter der Oberfläche erhebt.
Meine Aufgabe ist es beim "ziehen" von Sedimentkerne mit einem Kolbenlot mitzuarbeiten. Dabei arbeite ich viel an Deck mit orangen Ölzeug, welches nun schon eher ins schwarz-braune übergeht. Zum Glück wird man aber dankenswerterweise immer wieder mal von der Gischt gereinigt.
Das Ganze ist also eine willkommene Abwechslung zu meiner sonst so Computer-lastigen Arbeit beim Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Wo ich seit März an meiner Diplomarbeit für USW-Physik arbeite.
Autor: Thomas Gölles
Links:
Logbuch von Thomas Gölles: http://thomasgoelles.blogspot.com
Wochenberichte von Polarstern: http://www.awi.de/de/infrastruktur/schiffe/polarstern/wochenberichte/
Wikipedia zur Polarstern: http://de.wikipedia.org/wiki/Polarstern_%28Schiff%29
Website des AWI: http://www.awi.de






Umweltsystemwissenschaften
Umweltsystemwissenschaften

