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Geld verdienen mit dem Elektroauto

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Stromstecker Auto

Heuer wird der Fahrzeugbestand eine Milliarde Fahrzeuge erreichen. Der Energiebearf, der im Transportbereich gedeckt werden muss, liegt bei über 20 Mrd. Kilowattstunden. Eine Herausforderung bei der die Umstellung auf Elektromobilität.

Alleine mit dem Tausch des Antriebsmotors – Verbrennungsmotor raus, Elektromotor rein – wird diesem Energiebedarf nicht beizukommen sein. Eine vermeidlich unumgängliche Renaissance der Atomkraft, wie von machen befürchtet und von wenigen befürwortet, ist trotzdem vermeidbar. Deutschland beispielsweise deckt seinen Strombedarf schon heute zu 15 Prozent aus regenerativen Energien und hofft in 10 Jahren die Grenze von 30% zu erreichen. Erneuerbare Energien zeichnen sich durch Dezentralität aus: An die Stelle eines großen zentralen Atom- oder Kohle/Gas-Kraftwerks treten viele kleinere Energieerzeuger. Wind, Sonne und auch Wasser unterliegen dabei einem schwankenden Angebot. Bläst kein Wind, scheint die Sonne nicht, oder herrscht Hochsommer, können diese Kraftwerke keinen oder weniger Strom ins Netz einspeisen.

Virtuelle Kraftwerke

Diese Risiken ausgleichen und die Verwaltbarkeit der vielen dezentralen Anlagen gewährleisten ist die Idee hinter "virtuellen Kraftwerken". Dabei handelt es sich um einen Verbund von regenerativen Energieerzeugern, die nach außen hin als ein "Kraftwerk" auftreten. Ein Mix von verschiedensten Technologien im Verbund – Wasser, Wind, Biogas, Biomasse und mehr – stellt sicher, dass der Kraftwerkspark immer eine ausgewogene Leistung liefert. So kann der Ausfall eines Windrades aufgrund Windstille von einem Wasserkraftwerk kompensiert werden. Der Verbund der Kraftwerke basiert dabei rein durch Vernetzung auf Softwareebene. Daher kann das Konzept um beliebige – auch ortsferne – Stromerzeuger erweitert werden.

Smart Grids

Um die Planung in Stromnetzen zu vereinfachen und Spitzenzeiten besser abfangen zu können, werden Haushalte zukünftig mit "intelligenten Stromzählern" ausgestattet. Diese Stromzähler bekommen permanent ein Preissignal übermittelt. So könnte ein „intelligenter“ Kühlschrank feststellen, dass der Strompreis in den nächsten Stunden steigt. Daraufhin nimmt er sich selbstständig vom Netz und schaltet sich erst wieder ein, wenn der Strompreis fällt oder die Gefahr eines Verderbens der Lebensmittel gegeben ist. Ein Szenario der Zukunft ist schließlich, das jedeR VerbraucherIn auch zum/zur AnbieterIn wird. Nicht nur durch Erzeugung, sondern auch durch Verzicht. Durch automatisches Abschalten nicht notwendiger Elektrogeräte könnten die freiwerdenden Kapazitäten am Energiemarkt angeboten werden. In der Industrie hält diese Technologie unter dem Schlagwort "Demand-Side-Management" bereits Einzug.

Vehicle-to-Grid

Elektroautos mit ihrer Batterie bieten sich zusätzlich als Pufferlösung an. In Kombination mit dem Smart-Grid kann beispielsweise das Auto automatisch zu Zeiten besonders niedriger Strompreise geladen werden. Ist die Batterie geladen und wird das Auto nicht benötigt kann dieses auch wieder Strom in das Netz abgeben - besonders zu Zeiten von Lastspitzen oder als Ausgleich zu schwankender Wind- und Solarenergie. Und da Spitzenlaststrom wesentlich teurer ist als Grundlaststrom, könnten die BesitzerInnen solcher Autos auch finanziell davon profitieren: Berechnungen der University of Delaware gehen von 1000 bis 3000 Dollar pro Jahr aus, die pro Fahrzeug im Vehicle-to-Grid erlöst werden können.

Autor: Franz Fuchs
E-Mail: franz.fuchs[at]edu.uni-graz.at

CC-BY-SA Dieser Artikel ist freigegeben unter den Bedingungen der „Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Austria

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